Schreibaby und GeschwisterkindKategorie: SchreibabysSchreibaby und Geschwisterkind
Nina K asked vor 6 Tagen

Schreibaby und Geschwisterkind

Hallo,
Unsere Tochter ist 7 Wochen alt und seit der 3. Lebenswoche hat sie vor allem abends ab 19 Uhr große Schwierigkeiten in den Tiefschlaf zu finden. Wir lösen das mit Pezziball und stundenlangem Tragen. Anstrengend,  aber es funktioniert – gegen 23 Uhr schläft sie nach mehrmaligem Aufwachen ein, kann abgelegt werden und schläft mit Stillen und Abhalten bis 9 Uhr frühs. Ich habe mir die anderen Artikel zu Schreibabys durchgelesen  – tagsüber ist es jedoch unmöglich sie in den Tiefschlaf zu bekommen. Vielleicht braucht sie das auch nicht wegen der erholsamen Nacht. Sie schläft immer nur 30-45 Minuten auf dem Arm oder in der Trage. In Ausnahmen im Auto oder im Wald unterwegs auch mal länger. 
Ich versuche Reize weitestgehend zu minimieren – beim Einschlafen auf dem Pezziball schalte ich weißes Rauschen ein – ohne geht es gar nicht. Gerade ist mein Mann mit unserem ersten Kind, 3 Jahre alt, unterwegs. Doch der Normalzustand ist, dass ich mit beiden Kindern ca 6-8 Stunden täglich alleine bin. Unser Sohn ist sehr lebhaft, liebt Bewegung, Musik und fordert seine Aufmerksamkeit ein. Es ist mir somit schlichtweg unmöglich, tagsüber Reize mit ihm zu reduzieren. 
Einschlafen findet dann also im hellen Wohnzimmer (und nicht im dunklen Schlafzimmer) mit weißem Rauschen und seinen Geräuschen statt. Es dauert manchmal länger, klappt aber. 
 
Meine Frage ist nun – was ist einem so reizoffenen Baby in der 7. Lebenswoche zuzumuten? Ich kann mich ja nicht vor meinem Sohn verstecken und ihn ständig warten lassen. Es ist einfach unmöglich da jederzeit prompt auf meine Tochter zu reagieren, dh ein webig Frustration muss die aushalten. Und rausgehen – was ich verstanden habe soll man das mit Schreibaby kaum – aber wie soll ich nach diesem langen Winter meinem gelangweilten Sohn erklären, dass wir nicht zum Spielplatz gehen? Vor allem im Bewusstsein, dass je frustrierter er ist, desto unerträglicher wird die Situation für mein Baby und mich. Ich bin etwas ratlos und verunsichert – ich möchte beiden gerecht werden.
Bisher war es am Spielplatz teilweise ok, teilweise Grenzwertig. Ich hatte sie bis auf Stillen und Abhalten dabei in der Trage. Auf Wind, Sonne, Geräusche, Gerüche reagiert sie empfindlich. Trotzdem kann ich es kaum vermeiden,  die Wohnung (bzw. Das ruhige Schlafzimmer) ab und zu zu verlassen. Im Wohnzimmer ist sie sehr neugierig und schaut viel herum.
Ich hoffe das war nicht zu chaotisch beschrieben. Liebe Grüße, Nina