Schlafprobleme und Schreien Baby 12 WochenKategorie: SchlafschwierigkeitenSchlafprobleme und Schreien Baby 12 Wochen
Lisa Z asked vor 6 Monaten

Schlafprobleme und Schreien Baby 12 Wochen

Meine Tochter ist 12 Wochen alt und wird voll gestillt.
Sie hat Probleme mit dem Ein- und Weiterschlafen, zudem schreit sie viel. 
Tagsüber schläft sie wenig und nur auf dem Arm oder in der Tragehilfe. Ablegen lässt sie sich gar nicht, dabei wacht sie sofort auf. Jedoch schläft sie auch auf dem Arm und in der Trage nur mit Schreien ein, schläft dann auch nur für 30 min, öffnet die Augen und schreit wieder. Am Vormittag ist es möglich sie durch schaukeln und herumlaufen wieder zum einschlafen zu bringen, nachmittags unmöglich. Am Nachmittag schreit sie sich dann ein und ist nicht mehr zu beruhigen. Auch das stillen wird dann zum Kampf. 
Unser Tag ist sehr ruhig und strukturiert, ich gehe mit ihr nicht unter Leute oder einkaufen etc., wir sind nur zuhause.
Bis vor ca. zwei Wochen war ich auch täglich, meist nachmittags mit dem Kinderwagen spazieren. Hier hat sie anfangs und nach 30 min ebenfalls geschrien, ließ sich jedoch durch Fahren über Schotter oder unebenes Gelände schnell beruhigen. Das ist nun ich nicht mehr möglich, da sie im Kinderwagen nur noch schreit und nicht mehr schläft. 
Nachts hingegen sieht es anders aus. Ich stille sie abends im Bett, dabei schläft sie ein und ich kann sie in ihr Beistellbett legen. Darin schläft sie bis ca. 5 Uhr, wird nachts zwei mal gestillt (gegen 24 Ihr und 3 Uhr). Ab 5 Uhr schläft sie dann noch mal ca. 1 h bei mir im Bett, da sie sehr unruhig ist und alleine nicht einschlafen kann. Nachts weint sie kaum bis gar nicht. 
Wir haben schon viel ausprobiert, dass sie tagsüber mehr und besser schläft und weniger schreit (pucken, Babyhängematte, autofahren, im Bett stillen, weißes Rauschen, Pezziball) jedoch hat bisher nichts geholfen und wir sind verzweifelt. Auch den Schnuller nimmt sie nur sehr selten und ungern. Besonders das Schreien zehrt sehr an unseren Nerven. 
Ich hoffe Sie können uns weiterhelfen. 
Vielen Dank!

1 Antwort
Experte Administrator hat vor 6 Monaten geantwortet

Sehr gern möchte ich Ihnen weiterhelfen, doch sind schriftlich die Möglichkeiten begrenzt. Sie haben wirklich alles gut verstanden und versucht das Beste aus Ihrer Situation zu machen. Leider aber gibt es Babys, die sehr engen Körperkontakt während der ersten 3 Monate einfordern. Meist hängt dies noch mit einer unruhigen Zeit vor der Geburt oder mit den Besonderheiten des Geburtsverlaufs selber zusammen. Nun ist Ihr Kind gerade an der Kippe wo es zu erwarten ist, dass es seine Schlaf- und Wachzeiten besser organisieren kann. Wenn es am Tag wach ist, nutzen Sie die Zeit, um mit ihm zu plaudern, Gerade beim Wickeln geniessen es viele Babys möglichst unbekleidet zu liegen, die Mama anzuschauen und mit ihr eine Konversation anzufangen. So wie Sie es schildern ist ihr Kind sehr leicht ansprechbar auf allerkleinste Veränderungen . Versuchen Sie sich eine Struktur für den Tag festzulegen, in der es Ihnen gelingt auch Ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen wie Mahlzeiten oder Spaziergänge. Je besser Sie für sich selbst sorgen können, desto mehr überträgt sich Ihre ruhige Stimmung auf das Baby und umgekehrt. Ich weiß, dass das schwierig ist, aber lassen Sie sich helfen! Suchen Sie nach praktischer Unterstützung. Bei so anspruchsvollen Babys geht es nicht anders. Es ist auch typisch, dass die späteren Stunden des Tages mit zunehmender Erschöpfung immer anstrengender werden. Sehr positiv ist bei allem anstrengenden was Sie gerade durch machen, dass Ihr Kind einmal in den Schlaf gefunden auch ruhig schlagen kann. Wegen des Verhaltens am Tag sehe ich die Notwendigkeit, dass Sie eine Babyambulanz aufsuchen oder zumindest eine online-Beratung in Anspruch nehmen, damit noch einige Fragen persönlich geklärt werden können, die Ihnen im Wege stehen. Sie können uns auch gern persönlich schreiben oder anrufen und wir empfehlen etwas in der Nähe Ihres Wohnortes. Ich vermute, dass Sie bald eine deutliche Verbesserung feststellen werden, jedoch bitte ich Sie nicht so lange zu warten bis Ihre Erschöpfung zu groß ist. Wenn Ihre Kräfte nachlassen, suchen Sie schnell Hilfe durch eine persönliche  Beratung!