Kleinkind 2 wacht nachts ständig aufKategorie: SchlafschwierigkeitenKleinkind 2 wacht nachts ständig auf
Friederike H asked vor 1 Monat

Kleinkind 2 wacht nachts ständig auf

Unsere Tochter (2Jahre) wacht nachts leider immer noch ständig auf und wir fragen uns wann das endlich mal besser wird…
Seit Mai verweigert sie den Mittagsschlaf und daher geht es für sie schon relativ früh ins Bett und meistens schläft sie bereits um 18:30. Ab ca 23 Uhr wird sie sehr oft wach (teilweise 5-6 mal) und möchte entweder was trinken, fragt wo ihr Kuscheltier ist, ruft nach Mama, möchte von Mama gekuschelt werden oder was essen.
Da wir seit Juni nochmal Nachwuchs bekommen haben und ich die Kleine nachts auch noch zusätzlich stillen muss, komme insbesondere ich auf nicht mehr als 2 Stunden Schlaf am Stück und so langsam gehen mein Mann und insbesondere ich auf dem Zahnfleisch.
Bisher schläft die Große auch noch mit bei uns im Elternschlafzimmer; seit 6 Wochen endlich im eigenen Bett. Vorher hat sie bei uns im Elternbett geschlafen und jegliche Versuche sie ins eigene Bett oder eigene Zimmer auszuquartieren sind gescheitert.
Oft haben wir das Gefühl dass insbesondere wenn sie nach essen und trinken in der Nacht verlangt eigentlich nur Aufmerksamkeit sucht weil sie natürlich mit bekommt wie ihre kleine Schwester nachts gestillt wird.
Haben Sie vielleicht irgendwelche Ideen wie unsere große Tochter nachts ruhiger schlafen kann? Auch ihr macht der Schlafmangel zu schaffen; oft ist sie tagsüber müde und hat auch schon Augenringe aber alle Versuche sie tagsüber zum Schlafen zu bewegen scheitern leider.

1 Antwort
Experte Administrator hat vor 1 Monat geantwortet

So wie Sie es schildern, bleibt Ihnen wirklich nicht genug Schlaf, um den Alltag mit zwei Kindern zu bewältigen. Von daher hoffe ich mit meiner Empfehlung schon ein wenig zur Verbesserung dieser Situation beitragen zu können. Ihre Vermutung warum Ihre Große aufwacht, teile ich auch. Der „Futterneid“ unter Geschwistern lässt sich trotz aller Bemühungen der Eltern nicht wirklich vermeiden. In dem Augenblick wo ein Kind hinzukommt, hört für die Älteren die Gewißheit auf, die Mama und den Papa ganz für sich allein zu haben. Am Tag kann sie das womöglich besser vergessen, doch beim nächtlichen Stillen erlebt sie unmittelbar die intensive Nähe der Mama zum Baby und ist dadurch im wahrsten Sinne des Wortes so beunruhigt, dass sie nicht mehr zr Ruhe kommt. Wie Sie es beschreiben ist sie ja offensichtlich im Halbschlaf und so unruhig, dass sie sich auch nicht beruhigen lässt. Nachts ist das natürlich für alle ein qualvolles Verhalten, aber ich würde aufgrund meiner Erfahrung vermuten, dass sie ein ähnliches Verhalten seit einiger Zeit auch am Tag zeigt. Mit 1 1/2 Jahren verlieren die meisten Kinder ihren mutige Erkundungsdrang und zeigen sich wieder viel anhänglicher und ängstlicher. Viele verlangen dann auf dem Arm getragen zu werden. Dies ist nicht möglich, wenn der Arm der Mama schon besetzt ist. Manche Kinder können dann am Tag „verzichten“ aber nachts das Verlangen nach Nähe nicht zu unterdrücken, wenn die Mama doch mit dem Baby neben ihr liegt. Mit 20 Monaten ist man ja auch noch sehr klein und braucht ganz viel Mama und Papa. Übrigens gehen viele Familien diesem Problem aus dem Weg indem der Papa mit dem älteren Kind in einem Zimmer schläft und die Mama mit dem Baby bis sie abgestillt hat. Aber das ist ja natürlich eine persönliche Entscheidung mit vielen Vor- und Nachteilen. Ich würde empfehlen es auszuprobieren, damit wenigstens Sie wenigstens ein bißchen mehr Schlaf bekommen.
Mein wichtigster Tip bezieht sich auf die Gestaltung des Tages. Noch ist das Baby mit allen Menschen zufrieden, die sich ihm zuwenden, während die Zweijährige ihre Mama möglichst oft und viel auch mal für sich haben muss. Also versuchen Sie eine Fremdbetreuung für das Baby zu finden, um sich am Tag ausschließlich der Großen zuwenden zu können. In dem Alter wollen die Kinder alles tun was ihr Vorbild tut, daher können sie sie in die Hausarbeit einbeziehen und müssen nicht nur mit ihr Spielen. Aber wie immer sollten sie ihr ausschließlich Zuwendung schenken in der Hoffnung, dass sie dann so muttersatt wird, dass sie nachts ruhiger wird.
Dass sie den Mittagsschlaf nicht mehr „braucht“ könnte auch daran liegen, dass lieber beobachten möchte, was Mama und Baby miteinander machen. 
Hoffentlich greifen meine Vorstellungen, sonst dürfen Sie mir gern wieder schreiben. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!