Susanne K asked vor 2 Monaten

Einschlafprobleme

Hallo!
Mein Sohn wird im Oktober 3 Jahre alt. Seit dem er 2 Monate alt ist, hat er immer allein in seinem Zimmer und in seinem Bettchen geschlafen. Mit ca 2 Jahren ist er allein in seinem Bett eingeschlafen und kam dann jede Nacht zu uns. Was an und für sich kein Problem war. Dies ging dann aber Monate später soweit, dass er gar nicht mehr in seinem Zimmer in seinem Bett schlafen wollte, sondern nur noch bei uns. Der aktuelle Zustand ist der, dass er seit ca 4 Monaten nur noch bei uns im Bett schläft. Dazu kommt, dass er jetzt einen von uns braucht zum Einschlafen. Er ist ein sehr aktives Kind mit wenig bis keinen Ruhephasen am Tag, dennoch ist er Abends so fit, dass er einfach nicht einschlafen kann. Wir haben versucht mit Mittagsschlaf, ohne Mittagsschlaf. Er kann 5 Std Fussball spielen/ rennen/ was auch immer, er ist nicht müde. Um ca 19.30Uhr ist der Punkt an dem ich merke er ist leicht müde und ich mache ihn parat. Geschlafen wird dann trotzdem erst, nach stundenlangem umherwälzen, aufstehen, erzählen, ca 22.30Uhr/23Uhr! Zweisamkeit besteht überhaupt nicht mehr. Und morgendliches aufstehen ist um 6.30Uhr. Ich finde er hat einfach zu wenig Schlaf. 
Was kann ich tun, damit ihm das Einschlafen leichter fällt?

1 Antwort
Experte Administrator hat vor 2 Monaten geantwortet

Das hört sich tatsächlich so an, dass nicht nur Ihr Sohn sondern auch Sie selbst zu wenig Schlaf bekommen. Wenn ich mir Ihre Frage durchlese, ist eine Veränderung von Eigenständigkeit zu immer größerer Abhängigkeit Ihres Sohnes festzustellen, die sich gegenläufig zu der altersgemäßen Entwicklung verhält. Er ist demnach ein Kind, das eigentlich anfangs gut schlafen konnte.  Nun wirkt es auf mich so, als ob er sich mit aller Kraft gegen das Einschlafen stemmt. Auf diese Weise ist seine Schlafdauer tatsächlich zu gering. Und natürlich fehlen auch Ihrem Mann und Ihnen die freien Abendstunden. Ohne Ihr Kind zu sehen, ist es auch für mich schwer zu verstehen, warum er diese „Rückwärtsentwicklung“ macht. Man würde erwarten, dass er immer selbstständiger wird und man ihm mehr „zumuten“ kann. Stattdessen verhält er  sich immer anhänglicher und ängstlicher. Vielleicht benötigt er am Tag mehr gemeinsame Zeit mit Ihnen, damit er sich abends nicht so viel Zuwendung einfordern muss, statt sich abends zu entspannen. Sie können mit ihm besprechen, dass Sie ihn abends mit einem Ritual ins Bett bringen werden, dieses Ritual werden Sie aber nicht ausweiten. Er dürfe noch z.B. ein Buch anschauen oder etwas Hören, aber sie signalisieren ihm wann Schlafenszeit ist und halten das auch ein. Erst wenn er Ihre liebevolle Konsequenz spürt, kann er sich wirklich beruhigen und ruhig werden. Ich kann mir vorstellen, dass Sie das völlig undurchführbar halten. Aber solange ihr Kind Ihre Zweifel spürt, ist er unsicher, ob sie ihn in den Schlaf entlassen wollen oder nicht lieber wollen, dass er abends bei ihnen bleiben soll. Nur mit Glaubwürdigkeit und einer klaren Haltung kann er sich verabschieden. Wo wohnen Sie denn? Ich würde Ihnen gern eine geeignete Beratungspraxis in der Nähe Ihres Wohnortes empfehlen, damit Sie sich gut begleitet fühlen, denn ich bezweifle dass es sich nur um eine Phase handelt, die rasch wieder abklingen wird.