Sehr unruhiges Schlafverhalten – ErgänzungenKategorie: SchlafschwierigkeitenSehr unruhiges Schlafverhalten – Ergänzungen
Daniela fragte vor 3 Wochen

Sehr unruhiges Schlafverhalten – Ergänzungen

Liebe Frau Brandi,
vielen Dank für Ihre rasche Antwort. Da ich keine Möglichkeit erkenne, meine Frage zu ergänzen oder Ihre Antwort zu kommentieren, eröffne ich hier also eine neue Frage mit meinen Ergänzungen.
Unser Sohn war ebenfalls ein anspruchsvolles Baby, hat viel geschrien und wollte ebenfalls viel getragen werden, aber er war eher motorisch unterentwickelt und alles andere als zappelig und unruhig. Geschlafen hat er zumindest mehr und länger am Stück, aber er wurde auch jahrelang etwa alle 2 Stunden nachts wach. Das hat sich erst mit dem Abstillen reguliert und heute mit 5 schläft er problemlos durch.
Zum Wachverhalten unserer Babytochter:

  • Sie ist prächtig entwickelt und zeigt keinerlei Übermüdungserscheinungen. Der wenige Schlaf scheint ihr (leider 🙂 zu reichen. Sie ist allerdings permanent aktiv und lebhaft, robbt durch den Raum, ist neugierig und interessiert sich für andere Menschen. Lachen tut sie m.E. extrem viel. Wenn man sie trägt oder sich mit ihr beschäftigt, ist sie stets gut gelaunt.
  • Kurz alleine kann sie sich nur phasenweise beschäftigen, in Wachstumsschüben überhaupt nicht. Meist robbt sie mir allerdings in Sekundenschnelle hinterher, wenn ich den Raum verlasse. Schon bei der U4 attestierte ihr die Kinderärztin das Attribut „leicht erregbar“. Motorische Unruhe stellte ich subjektiv seit ca. dem 4. Lebensmonat fest, zumindest nachts, welche ich jedoch mit dem Verarbeiten von Eindrücken abtat.
  • Regulieren kann sie sich nicht wirklich alleine, wenn sie brüllt, muss ich sie auf den Arm nehmen, aber ist das in dem Alter nicht normal?
  • Auf dem Bauch liegend legt sie ihr Köpfchen selten und höchstens für Sekundenbruchteile ab. Dreht sie sich nachts auf den Bauch, schläft sie meist nur kurz in dieser Position und wacht dann auf. 

Im Übrigen habe ich nach Lektüre eines Buches von W. Sears meine Tochter als 24-h-Baby wiedererkannt, von denen ich las, dass sie prinzipiell schlecht und weniger schlafen und dass sich ihr Schlafverhalten eigentlich nicht ändern lassen. Das machte mir wenig Hoffnung. Dennoch würde ich mich über weitere Informationen zu einer möglichen Beratung freuen, gerne per E-Mail. Herzlichen Dank und beste Grüße 

1 Antwort
Experte Administrator hat vor 2 Wochen geantwortet

Liebe Daniela, nun kann ich mir ein besseres Bild machen. Die kleine Maus scheint wirklich das „lebhafte“ Baby zu sein wie Sie es beschreiben. Temperament ist angelegt. Umso mehr müssen Sie dies hochsensitive Kind immer wieder vor Reizüberflutung schützen. Bei einem 2. Kind kann das allerdings schwer sein, weil die Kinder nicht immer gleichen Rhythmus haben. Ich kann mir vorstellen, dass es sinnvoll wäre sich dabei beraten zu lassen. Für manche Kinder ist es sehr schwer zur Ruhe zu kommen. Wie Sie es beschreiben, hat Ihre Tochter auch dort Unterstützungsbedarf. Helfen könnten EPBeratungen, auch sensorische Integrationsbehandlung im Rahmen von Ergotherapie oder Physiotherapie wäre eine gute Möglichkeit das Kind in seiner Selbstregulation zu unterstützen. Wo ist Ihr Wohnort? Dann kann ich Ihnen dort Professionelle empfehlen. Schreiben Sie mir gern Ihre Dagmar Brandi  info@vonanfang.de