Lisa S fragte vor 3 Wochen

Haare ausreißen

Hallo.. ich bin wirklich verzweifelt. Kurz zu uns: meine Tochter wird im Oktober 2, wir schlafen in Familienbett und sie wird nachts und mittags zum Einschlafen gestillt und die Nacht durch auch immer wenn sie es braucht. Jetzt zum Problem.. sie reißt sich seit einiger Zeit nachts und nach dem schlafen die Haare raus. Mittlerweile hat sie schon kahle Stellen. Ich habe gelesen dass es mit der Regualationsstörung zu tun hat, aber was kann ich machen? Ich habe versucht ihr einen schnuller, die Flasche, ein Kuscheltier anzubieten aber all das möchte sie nicht. Und ich liege ja wenn sie nachts aufwacht neben ihr und sie kriegt die Brust sofort aber sie macht es trotzdem. Immer wenn sie sich streckt reißt sie sich die Haare aus und kratzt sich am Kopf Hals und Schultern wobei kratzen schon besser geworden ist. Kann uns bitte jemand helfen ?

1 Antwort
Experte Administrator hat vor 3 Wochen geantwortet

Ihre Verzweiflung kann ich sehr gut nachvollziehen, denn das ist wirklich ein quälendes Problem, das Sie haben. Tatsächlich haben Sie recht mit der Annahme, dass Ihr Kind es noch nicht gelernt hat, sich selbst runterzuregulieren, um die Entspannung zu finden, die es ihm ermöglicht ohne Fremdhilfe ein- und durchzuschlafen. Nun hat sie sich so daran gewöhnt, die Hilfe von aussen einzufordern, dass Sie leider liebevoll, geduldig und konsequent einen Weg finden müssen, dass sie Stück für Stück darauf verzichten kann. Der erste Schritt sollte sein, das nächtliche Stillen einzustellen. Das klingt erst einmal schwieriger als es ist, aber mit der Hilfe ihres Mannes wird sie es schnell akzeptieren können, dass sie nachts nicht mehr trinken sollte. Wichtig ist mit ihr zu sprechen und es ihr zu erklären, dass Sie es ändern wollen, weil sie es jetzt nicht mehr braucht. Welches Ritual Sie nutzen, ist Ihnen überlassen. solange das Kind dadurch Sicherheit erfährt. Wenn das Kind es versteht, dass Mama und Papa das jetzt so wollen und für es damit kein Nachteil entsteht, kann es sich darauf einstellen. Bewährt hat es sich, sie bereits am Tag zur Selbständigkeit anzuregen und sich zu freuen, wenn ihr etwas allein gelingt. So oft wie möglich, sollten Sie sie ermutigen, sich etwas zu trauen. Dann kann sie sich auch besser auf die vorübergehende Trennung einlassen, die natürlicherweise mit jedem Schlaf verbunden ist.