Einschlafstillen/ nicht ablegen könnenKategorie: SchlafschwierigkeitenEinschlafstillen/ nicht ablegen können
Claudia fragte vor 9 Monaten

Einschlafstillen/ nicht ablegen können

Hallo, 
meine Tochter ist 14 Wochen alt und schläft fast ausschließlich nur beim Stillen ein. Sie wirkt so zufrieden und entspannt.
Ich kann sie tagsüber nicht ablegen und so schläft sie Stunden auf meinem Arm. Wenn ich versuche sie abzulegen, wacht sie schnell auf und weint. Lege ich sie tagsüber in ihr Bett, wedelt sie ganz doll mit ihren Armen und den Beinen, der Kopf geht von rechts nach links. Manchmal schläft sie so ein, weint dabei aber oft. Wenn sie es geschafft hat, alleine in ihrem Bett einzuschlafen (ich bin natürlich die ganze Zeit neben ihr), ist sie ganz schnell wieder wach und natürlich schlecht drauf, weil sie so müde ist. Einen Schnuller nimmt sie, wenn sie die Brust nicht bekommt, aber er beruhigt sie nicht halb so gut. Ein Tragetuch akzeptiert sie leider nicht. Auch im Kinderwagen schläft sie mit weinen ein und wacht oft unter Weinen wieder auf. 
Abends schläft sie natürlich auch wieder beim Stillen ein, aber ich kann sie mittlerweile gut in ihr Beistellbett legen, ohne dass sie weint. Sie schläft nachts meist 3 bis 4 Stunden am Stück, hatte aber auch schon eine Phase in der sie mindestens 6 Stunden geschafft hat.
Tagsüber kann sie vermehrt ein paar Minuten alleine spielen. Aber auch da weint sie oft, weil sie meine Nähe braucht. Es ist für mich so nur schwer möglich etwas zu erledigen, geschweige denn etwas zu unternehmen, da sie schnell übermüdet und weint.
Glücklich scheint sie fast nur in meiner Nähe bzw. auf mir zu sein. Ich genieße die Nähe oft sehr, aber zeitweise brauche ich auch mal kurz Zeit für mich.
Ich wäre über Hilfe sehr dankbar!
Beste Grüße

1 Antwort
Experte Administrator hat vor 7 Monaten geantwortet

Es ist leider aufgrund einer Erkrankung länger nicht möglich gewesen zu antworten. Mittlerweile ist dein Kind 5 Monate alt und in einer völlig anderen Entwicklungsphase und du bist möglicherweise noch erschöpfter. Hoffentlich genießt du jetzt aber auch die langen Wachphasen deines Kindes mehr und bemerkst wie es seine Selbstregulation übt. So nennen wir die Unterstützung, die Eltern anfangs ihren Babys noch voll geben müssen, aber dann immer mehr schauen wie sich das Baby schon kurz allein beruhigen kann.
Da das Temperament angeboren ist, sind die Babys auch in ihren Nähebedürfnissen sehr unterschiedlich. Manche brauchen ganz viel Sicherheit, andere können besser abschalten. Keinesfalls kann man das erzwingen. Eine große Rolle spielt dabei auch der Stress in der Schwangerschaft und und rund um die Geburt. Wenn euer Baby sehr anhänglich ist, braucht ihr auf alle Fälle eine zuverlässige Person, die es der Mama erlaubt auch einmal auf zutanken. Je ruhiger die Mama, desto ruhiger wird auch das Kind. Daher solltet ihr jede Unterstützung annehmen und versuchen genau hinzuschauen was euer Baby gut zum Beruhigen annehmen kann.
Eine gute Methode sind die Entwicklungspsychologischen Beratungen die mit Video arbeiten und helfen die Stärken seines Kindes deutlicher zu sehen. EPB wendet die Beratungsstelle Von Anfang an. an und kann auch schauen wo es Entsprechendes an euerm Wohnort geben könnte.
Persönliche Unterstützung findet Ihr bei http://www.wellcome-online.de
nochmals um Entschuldigung bittend mit herzlichen Grüßen
Dagmar