Katrin fragte vor 2 Wochen

Einschlafprobleme

Hallo. Wir sind echt fertig und wissen nicht mehr weiter. Seit 10 Nächten will unsere knapp 12 Monate alte Tochter nicht mehr einschlafen. 
Wir sind bisher eher verwöhnt was das angeht. Sie hat seit dem 3. Monat durch geschlafen. Sie ist ein Flaschenkind und sehr ausgeglichen.
Aber sobald wir sie hin legen wollen, schreit sie wie am Spieß, die Augen sind zu und sie reagiert auch nicht auf uns. Nähe will sie auch nicht, dann zappelt sie wie ein Fisch! Wir haben alles versucht. Wir haben seit über einem Monat Ritual: baden, Sandmann und Flasche und dann schläft sie auch schon halb in meinem Arm aber wehe ich lege sie hin! Seit 1 Woche geht sie in die Kita, das läuft sehr gut bis auf’s SCHLAFEN. Auch tagsüber hilft nur Trage od. Kinderwagen. Einige Tage haben wir sie schreien lassen und jede 10 Minuten nach ihr schauen, versuchen zu beruhigen. Aber nach 1 Stunde kämpft sie immer noch. Naja mittlerweile nutzen wir den Kinderwagen oder die Trage zum einschlafen und legen sie eine halbe Std. später in’s Bett. Aber das kann doch auf Dauer nicht so weiter gehen. Was können wir tun und was hat sie bloß? Tag verarbeiten kann ich mir nicht vorstellen. Wenn sie erstmal schläft, dann friedlich und wie ein Stein! Über eine Rückmeldung würden wir uns sehr freuen 

1 Antwort
Experte Administrator hat vor 2 Wochen geantwortet

Liebe Eltern, auch wenn Sie jetzt ganz verzweifelt sind, können Sie auch sehr froh sein, wenn Ihr Kind keine Schlafprobleme hat. Es schlägt weiterhin wunderbar, nur die Trennung von Ihnen fällt ihr sehr schwer, obgleich sie sehr müde ist und schon im Halbschlaf protestiert sie noch dagegen dass sie sich von ihnen trennen soll. Im Alter von 9 Monaten beginnt diese Entwicklung und wird von allen Kindern unterschiedlich bewältigt. Genau in dieser Zeit ist Ihr Kind sehr herausgefordert durch den Besuch der Kita. Den meisten Kindern gefällt es dort nach der Eingewohnung gut, aber die Trennung von ihren Hauptbezugspersonen ist ein erhöhter Stressfaktor und führt dazu, dass die Kinder insgesamt sensibler auf das Trennungsthema reagieren.
Glücklicherweise verstehen viele Kinder sehr viel, wenn man mit ihnen spricht. Daher ist mein Rat: besprechen Sie mit ihrem Kind alles was am Tag an Schönem war, schauen Sie gemeinsam ein Buch an und legen Sie dann ihr Kind wach in das Bett. Es mag sein, dass es anfangs dort protestiert, doch wahrscheinlich weniger als sie vermuten. Wenn Sie es wie bisher im halbwachen Zustand hinlegen, ist es viel irritierter und reagiert dann in der von ihnen beschriebenen Weise im halbwachen und halbschläfrigen Zustand von Trennungsangst. Trennung kann man spielerisch durch Versteckspiele „üben“. Auch das hilft das jetzt anstehende Entwicklungsthema gut zu überwinden. Viel Erfolg!