Marie asked vor 3 Monaten

Baby schreit eine Stunde nach dem Stillen

Liebes vonanfang an Team, 
 
Mein Baby (4 Wochen alt) krampft und brüllt ca eine Stunde nach jedem Stillen. Dabei zieht sie die Beine an, wird rot, wirft mit den Armen um sich oder Kralle sich an mich fest, bäumt sich auf. Sie drückt aber es kommt nichts raus. Luft kommt ab und an raus und scheint sie sehr zu quälen. Vor jedem Pups weint oder schreit sie. Es braucht auch viel Zeit bis sie sich wieder beruhigen kann v. A. Abends und nachts. 
Ich muss dazu sagen, dass ich einen starken Milchspendereflex- und – fluss habe. Deswegen stille ich mit Stillhütchen, in der Bergsteigerposition usw. Trotzdem verschluckt sie sich oft, nimmt Luft mit auf, ist regelrecht vor der Menge überfordert. Wir haben wegen Bauchweh schon ziemlich viel ausprobiert. Nichts scheint zu helfen.
Haben Sie noch einen Tipp für uns? Was kann ich anders machen?
Da wir bereits bei unserer ersten Tochter Ihre Unterstützung bekommen hatten, freuen wir uns auf Ihre Rückmeldung. 
Vielen Dank und herzliche Grüße 
Familie R. 
 

1 Antwort
Experte Administrator hat vor 3 Monaten geantwortet

Vielen Dank für Ihr Vertrauen. Es tut mir sehr leid, dass Ihr Baby sich so quält. Leider ist ein guter Milchfluß anfangs manchmal ein grosses Problem, weil die Milch an die Rachenhinterwand spritzt und das Baby mehr gurgelt als koordiniert schluckt und dabei nicht nur den Schlund und die Muskulatur im Hals, sondern das Zwerchfell und die Bauchmuskulatur anspannt. Dadurch entweicht die geschluckte Luft viel schlechter. Eine häufige Massage des Bauches vor dem Trinken besonders kann dem Vorbeugen. Ebenso würde ich mit Einsetzen des Milchspendereflex versuchen eine kleine Trinkpause zu erreichen, damit ein wenig Milch in ein Gefäß spritzen kann und dann ev sogar ihr Baby auf der anderen Seite weitertrinken lassen. Angebot und Nachfrage regeln sich in den ersten 8 Wochen meist, in manchen Fällen braucht es ein wenig länger. Das Wichtige ist Ruhe bewahren, was mit einem Geschwisterkind auch nicht immer gegeben ist. Daher wäre eine Unterstützung sicher auch sehr wichtig. Es gibt Wellcome in allen deutschen Städten, falls die Familie nicht einspringen kann. Allein Ruhe und die muskuläre Entspannung sowie das größere Magenvolumen helfen bei dem natürlichen Reifungsprozess des Stillens. Eigentlich trinken die meisten Babys nachts viel ruhiger. Ich wünsche Ihnen, dass das bei Ihnen auch bald der Fall ist. Wenn Sie sich sehr viel Sorgen machen, sollten Sie eine Stillberatung fragen auch zu der Frage ob Stillhütchen in Ihrem Fall erforderlich sind.  Alles Gute!