Jana W fragte vor 4 Wochen

6 Monate, Ein-/ Durchschlafen

Liebes Team,   wie helfe ich meiner Tochter (28 Wochen), ohne Stillen oder Nuckeln an meinem Finger (Schnuller nimmt sie nicht) einzuschlafen und vor allem länger durchzuschlafen? Seit einiger Zeit schläft sie nachts nur noch 2-3 Stunden am Stück. Dann schreckt sie auf und ist nur noch mit der Brust zu beruhigen (trinkt aber jedes Mal auch ordentlich). Sie war schon immer eine eher schlechte Schläferin: immer nur relativ kurze Strecken (tagsüber max 45 Minuten eine Phase, davon höchstens mal zwei am Stück) und auch das sehr unruhig. Nachts waren wir schon mal auf 6 Stunden am Stück, dann reduzierte es sich auf 4 und jetzt eben nur 2 Stunden. Sie schläft auf meiner Betthälfte neben meinem Mann; da ich ebenfalls einen sehr leichten Schlaf habe und neben ihr liegend hinhöre statt in den Tiefschlaf zu kommen, schlafe ich im Gästrzimmer. Nachts schläft sie etwa 12 Stunden, tagsüber 2-3 mal a 45 Minuten. Sie ist ein sehr fröhliches Mädchen, greift und dreht sich in beide Richtungen. Krabbeln kann sie noch nicht, Zähnchen sind auch noch nicht in Sicht. Mittags bekommt sie gemüsebrei, ansonsten wird sie noch gestillt (ca alle 3 Stunden; aber eben auch mal zwischendurch, wenn sie schlafen soll/will aber anders nicht in den Schlaf findet). Sind diese Schlafphasenlängen in dem Alter noch normal?? Was halten Sie von der Methode, das Kind ins Bett zu legen, aus dem Raum zu gehen und bei Schreien immer wieder alle paar Minuten reinzugehen? Ist das schädigend, oder vielleicht während dieser Phase ungünstig? Grundsätzlich halte ich persönlich nichts von Schreien lassen, aber dies ist vielleicht ein Weg? Tagsüber bringe ich sie durch nochmaliges Anlegen manchmal dazu, dann insgesamt 1.5 Stunden zu Schafen. Ist das vielleicht kontraproduktiv da sie so lernt, Schlafphasen nur mit Brust miteinander zu verbinden? Da ich inzwischen durch das häufige Aufwachen schon sehr am Rande meiner Kräfte bin, wäre ich über Ihre Meinung und vielleicht einen Tipp, wie sie besser schläft und selbständiger einschläft, ich sehr dankbar! vielen Dank!

1 Antwort
Experte Administrator hat vor 3 Tagen geantwortet

Liebe Jana, leider hatten wir ein Problem und nun mussten Sie so lange auf die Antwort warten, obgleich Sie schon erschöpft waren. Das tut mir sehr leid.
Ich kann Ihnen aus unserer Erfahrung klar 3 Antworten geben:

  1. im Alter Ihrer Tochter sollten Sie sie nicht allein im Zimmer einschlafen lassen und warten bis sie schreit, weil ihr Stresspegel dann sehr hoch sein wird und das Beruhigen schwer
  2. Das Baby lernt im 1. Lebensjahr sich zu regulieren, das heißt Selbstberuhigung üben. Der Körper der Eltern schafft ABhängigkeit egal ob mit Lutschen am Finger oder Stillen zum Einschlafen.
  3. Die Brust ist keine gute Einschlafhilfe.
  4. Wenn das Einschlafen ohne Stillen gut klappt, wäre es eine gute Idee, dass Sie zurück ins Ehebett dürfen und die Kleine im eigenen Bett schläft.

So viel wie nötig, so wenig wie möglich ist die Devise der Fremdhilfe zur Beruhigung bei Babys. Das ist auch so beim  gestuften Trösten: eine erfolgreiche Ein-und Durchschlafhilfe. !. Stufe: Hier spricht man erst sanft mit dem Baby und wartet. 2. Stufe: Dann berührt man es und wartet. 3. Stufe: Dann streichelt man es und wartet. 4. Stufe: Dann nimmt man es hoch und wartet. 5.Stufe: Dann erst  gibt man zu trinken oder stillt es. Meist schlafen die Babys schnell nach der Stufe 2 oder 3.
Ihr Baby schläft ausreichend aber in sehr kurzen Abständen wacht es auf und findet nicht allein in den Schlaf. Dann versuchen Sie es und setzen die Stufen des Tröstens wieder ein. Schnell lernt ihr Baby: ich bin nicht allein, Mama und Papa sprechen immer zu mir. Wenn ich es brauche, berühren sie mich, streicheln mich oder nehmen mich hoch und wenn das alles nicht geholfen hat, bekomme ich auch etwas zu trinken.
Das klingt viel komplizierter als es ist. Üben Sie es am Tag. Ihr Baby braucht in seinem Alter nur noch 2 Schläfchen aber möglichst etwas längere. Bitte melden Sie sich wenn Sie damit noch nicht so gut klarkommen.
Entschuldigen Sie bitte das lange Warten. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg!