4 Monate tagsüber EinschlafschreienKategorie: Schlafschwierigkeiten4 Monate tagsüber Einschlafschreien
Leona fragte vor 4 Monaten

4 Monate tagsüber Einschlafschreien

Liebes Team,
mein Sohn ist vorgestern vier Monate alt geworden. Er ist seit seiner Geburt sehr unruhig und schreit sehr viel. Seit ca 3 Wochen lässt er sich zum Glück auch ablegen. Leider ist von Anfang an vieles nicht gut gelaufen (schwierige Kaiserschnittgeburt, von Beginn an ständiger Durchfall und daher wunder Po weshalb wir ihn ständig zum wickeln wecken mussten  (Kuhmilchallergie) und, und, und).
Aktuell ist unser Tag so strukturiert, dass er nach schlafen und stillen eine halbe Stunde gut drauf ist, aber ca nach einer bis anderthalb Stunden wach sein müde und quengelig wird. Ich versuche ihn dann mittels Auf- und Abschockeln in den Schlaf zu bringen. Auch wenn das bisher noch am Besten funktioniert schreit er fast immer unentwegt bis er vor Erschöpfung einschläft (Bei meinem Mann und ein paar Mal in den letzten Tagen hat er nur gequengeot und ist ruhig eingeschlafen). Das ganze geht ca fünf Mal am Tag so, weshalb ich sehr an zu Hause gebunden bin. Trage, Kinderwagen und Auto mag er gar nicht und schreit darin. Er schläft meist ca 30 Minuten am Stück. 
In unserer Not haben wir uns eine elektrische Federwiege gekauft, die manchmal akzeptiert wird. Hier schläft unser Sohn wesentlich länger. Ich fühle mich allerdings nicht so wohl mit dieser Lösung und habe das Gefühl, dass er nachts mehr aufwacht bzw nach dem stillen nicht direkt wieder einschläft seit wir sie haben. Eigentlich funktioniert es nachts aber mit Einschlafstillen ganz gut. 
Haben Sie vielleicht einen Tipp für mich? Beim Ostheopath waren wir nach der Geburt dreimal wegen einem Überstrecken, das ist besser geworden, ich habe dennoch erneut einen Termin ausgemacht. Ich frage mich, ob es mit der Zeit einfach besser wird oder was ich verbessern könnte. 
Ich freue mich über eine Rückmeldung.
Vielen Dank 
Leona

1 Antwort
Experte Administrator hat vor 4 Monaten geantwortet

Liebe Leona, vielen Dank für diese  Frage. Wie geduldig Sie klingen, dabei haben Sie schon sehr viel geleistet und müssen bestimmt kein schlechtes Gewissen wegen der Federwiege haben.Mit vier Monaten sollte die Schreiphase abends vorbei sein. Da dies nicht der Fall ist, scheint mir mehr Hilfe wichtig.  Genauso wichtig wie die Entspannung des Kindes ist die der Mama und dazu dürften Sie wirklich kaum kommen. Bitte lassen Sie nichts unversucht, sich Erleichterung zu verschaffen. Über http://www.wellcome.info findet man Unterstützung wenn es in der Familie niemanden gibt, der auch mal tagsüber entlasten kann. Aus meiner eigenen Erfahrung weiß ich, dass meine Freundin mein Kind schneller und ohne Stillen beruhigen konnte als ich, wenn ich sehr angespannt war. Es ist sicher richtig, dass Sie noch einen Osteopathietermin gemacht haben. Ab drei Monaten werden die Babys mobiler, mit vier Monaten wollen sie auf die Seite rollen und beginnen zu greifen und dann können sich geburtsbedingte Schwierigkeiten wieder verstärken. Sie haben alle gemeinsam einen schwierigen Start gehabt. Wenn dann noch eine lange Isolation der Mutter hinzukommt, weil das Kind so leicht reizbar ist, ist es vielleicht auch sinnvoll bei einer Physiotherapeutin eine sonsorischmotorische Krankengymnastik zu machen. Das muss natürlich der Kinderarzt entscheiden. Aber es könnte noch mehr dahinter stecken als eine muskuläre Überstreckung. Vielleicht wäre eine Atlastherapie angebracht. Dafür gibt es Babyspezialisten, die wir Ihnen nennen könnten. Vermutlich kann der Osteopath eine Empfehlung geben. Und natürlich gibt es Beratungsstellen wie Von Anfang an. Unter http://www.elternsein.de können Sie unter Schreibabyambulanzen schauen was in Ihrer Nähe ist. Die Antwort auf Ihre Frage ob es von allein besser wird, kann ich leider so nicht beantworten ohne das Kind gesehen zu haben. Vieles wächst sich aus, aber es kann schrecklich lange dauern und die Erschöpfung der Eltern nimmt mit der Zeit zu. Leider kann man sich dann vor lauter Müdigkeit nicht mehr so am Kind freuen wie man es sich wünschen würde. Diese Enttäuschung und Erschöpfung kann auch zu einer Depression führen. Leider ist das viel zu wenig bekannt. Das ist der wichtigste Grund warum ich es wichtig finden, nicht einfach abzuwarten, sondern Hilfe zu holen. Melden Sie sich gern bei uns.